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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Leo (IV.) verurteilt nach dem Empfang des von Patriarch Ignatios (von Konstantinopel) entsandten und durch den Mönch Lazarus (dem "Chazaren") überbrachten Briefes, wie schon vorher Ignatios, den (Erzbischof) Gregor Asbesta (von Syrakus) sowie (die Bischöfe) Petros (von Sylaion oder Sardis) und Eulampius (von Apamea) .

Überlieferung/Literatur

Erw.: Brief Stylians an Papst Stephan V. (886) (MG Epist. VII 375f.). Reg.: -. Lit.: Lapôtre, Formose 19f.; Dvornik, Photian Schism 21-25 und 220.

Kommentar

Von der päpstlichen Verurteilung wird mehrfach auch in anderen Schriften der sogenannten Anti-Photianischen Sammlung berichtet, zu der auch der Brief Stylians zählt und die zur Zeit des Papstes Formosus zusammengestellt wurde (vgl. Dvornik 216 sowie LapÔtre, Formose). Dort heißt es sogar oft, alle Päpste von Leo IV. bis zu Formosus hätten die Verurteilung der erwähnten Bischöfe vorgenommen (vgl. n. † 382 und JE 2913). Dies kann jedoch für Leo IV. nicht zutreffen, da die byzantinische Legation erst unter Benedikt III. Rom erreichte, vgl. n. 378 sowie Dvornik 25f. Da Stylian die Ankunft der Gesandtschaft des Lazarus noch in das Ende des Pontifikates Leos IV. legte, nahm er auch irrig einen Entscheid Leos an.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. F322, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-00-00_1_0_1_4_2_322_F322
(Abgerufen am 26.02.2017).