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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Leo (IV.) gibt der bei Centumcellae auf seine Weisung (n. 306) erbauten Stadt den Namen Leopolis , weiht die Stadt bei einem Umgang durch Gebete sowie Aspersion, zelebriert eine Messe und verteilt an das gesamte Volk eine roga (octavo scilicet mense ... dieque superaddito decimo quinto ... anno praesulatus eius octavo, indictione II) .

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 132). Reg.: Lami, Florentinae monumenta III p. CXV; IP II 202 n. *2. Lit.: Lauer, Cencelle 147f.; Marucchi, Iscrizione monumentale 198ff.; Musset, Villes baptisées 35; Pani Ermini, "Renovatio Murorum" 520-523; Marazzi, Città nuove pontificie 267f.; Herbers, Leo 155f.

Kommentar

Zur Vorgeschichte vgl. n. 306 . Die neue Stadt hatte wohl nicht allzu lange Bestand; bis zum Jahr 889 waren anscheinend alle Bewohner nach Centumcellae (Civitavecchia) zurückgekehrt, vgl. Lauer 149f. Zu den heute noch sichtbaren Resten der Stadt vgl. ibid. 150f. und Planche II), zu baulichen und handwerklichen Aspekten auch Andrews, Masonry 393. Eine Inschrift, die wohl über einem des Tore angebracht war, nennt den Namen des Papstes, vgl. außer Lauer und Marucchi 201 f. auch Vogel (Lib. pont. III 124) sowie die Reproduktion von Plänen und Inschrift (Tafel 21-27 bei Pani Ermini sowie ND 276 bei Marazzi). Zu den wohl gleichzeitig übergebenen Geschenken vgl. n. 314 und n. 315 . Der Text mit dem Datierungshinweis dieque superadditoque decimo quinto bringt Einweihung und Rückkehr des Papstes nach Rom in Zusammenhang; die Weihe selbst kann schon am 15. (Mariä Himmelfahrt), eventuell auch am 16. August stattgefunden haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 313, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0854-08-15_1_0_1_4_2_313_313
(Abgerufen am 24.05.2017).