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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Leo (IV.) bittet den Kaiser Ludwig (II.) in Ravenna (... Ravenna nobis cum ... Hludovico imperatore ... degentibus suis clementiam exoravimus), dem (Kardinal)presbyter Anastasius (von S. Marcello) die Rückkehr zum Papst sowie zu seiner (Titel)kirche zu befehlen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 307. Reg.: J p. 233; JE I p. 335; Böhmer-Mühlbacher 2 n. 1191b; Böhmer-Zielinski n. 106. Lit.: Perels, Nikolaus 199f.; Arnaldi, Anastasio 26.

Kommentar

Die direkte Beauftragung des Kaisers in der schon länger bestehenden Auseinandersetzung zwischen Leo IV. und Anastasius (vgl. n. 161 , n. 208 , n. 224 , n. 225 und n. 237 ) geschah wohl erst in Ravenna , wie die genannten Konzilsakten von 853 (n. 307, MG Conc. III 332) vermerken. Laut dem weiteren Bericht benannte Ludwig II. dem Anastasius einen Tag und ließ den Bischof Noting von Brescia und den Grafen Adalgis von Parma als seine Missi zurück, um Anastasius dem Papst vorzuführen, jedoch ohne Erfolg, vgl. Böhmer-Mühlbacher 2 1191b und Böhmer-Zielinski 106. Auch ein Dekret des Kaisers Lothar I., das im Quellentext anschließend erwähnt wird und wohl auch in den Mai 853 gehört, blieb erfolglos. Die Datierung ergibt sich aus dem Zeitpunkt des Ravennater Konzils (n. 288); die Zusammenkunft mit Ludwig II. muß kurz zuvor stattgefunden haben.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 287, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0853-05-00_4_0_1_4_2_287_287
(Abgerufen am 21.07.2017).