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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Leo (IV.) verleiht dem Abt Hatto (I.) von Fulda auf dessen persönlich vorgetragenen Wunsch genannte Besitzungen, um die Aufnahme von Gästen und Armen sicherzustellen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Traditionsnotiz Hattos I. (Dronke, Traditiones et antiquitates Fuldenses 66f. c. 36). Reg.: GP IV 360 n. *† 13. Lit.: Harttung, Dipl.-hist. Forschungen 329ff.; Lübeck, Fuldaer Studien II 161; Lübeck, Fuldaer Äbte 47; Hussong, Studien Fulda I 178 Anm. 400.

Kommentar

Wegen der Datierung der Traditio (anno dominice incarnationis DCCC° L.II°. indictione XV., regnante Lothario imperatore ) muß die Notiz auf Leo IV. bezogen werden. Die Traditio ist aber erst im 12. Jh. gefälscht worden, wie erstmals Harttung erwiesen hat. Jedoch geht Lübeck von einem echten Kern aus. In der Traditio ist auch von einem Präzept Kaiser Lothars (I.) die Rede, das ebensowenig wie eine Urkunde Leos IV. existiert. Mit GP und Hussong ist an der Fälschungsthese festzuhalten.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. F250, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0852-00-00_2_0_1_4_2_250_F250
(Abgerufen am 19.10.2017).