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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Leo IV. schenkt dem Erzbischof Liupramm von Salzburg am 23. Mai (10 kal. Iun .) die Gebeine des hl. Hermes und andere Reliquien (corpusculum sancti et gloriosi martyris Christi Hermetis ... cum ceteris reliquis sanctorum ) vor der Confessio von S. Peter (coram confessione sancti Petri praecipui apostoli ).

Originaldatierung:
10 kal. Iun

Überlieferung/Literatur

Erw.: Translatio s. Hermetis (MG SS XV, 1, 410); Gesta archiepiscoporum Salisburgensium (MG SS XI 20); Magnus von Reichersberg, Chr. a. 850 (MG SS XVII 484); Anonymus Zwetlensis, Hist. Rom. pont. (Migne, PL CCXIII 1022). Reg.: JE I p. 333; GP I 10 n. *16. Lit.: Dopsch, Geschichte Salzburgs I 178; Wolfram, Salzburg, Bayern, Österreich 296; Herbers, Leo 370f.; Herbers, Rom im Frankenreich 142.

Kommentar

Am ausführlichsten berichtet der Translationsbericht von der Übergabe der Reliquien; dort finden sich auch die entsprechenden Datierungshinweise. Zu den quellenkritischen Problemen der Translatio vgl. auch Lhotsky, Quellenkunde Österreichs 154f. Alle anderen Quellen erwähnen nur knapp die Übergabe durch Papst Leo (Magnus von Reichersberg mit Ordnungszahl). Weitere Notizen der Reliquienübertragung (ohne Nennung des Papstes) finden sich in folgenden Quellen: Auctarium Garstense (MG SS IX 564); Excerpta Altahensia a. 851 (MG SS IV 36); Ann. s. Rudperti Salisburgensis a. 851 (MG SS IX 770); Ann. ex Ann. Iuvavensibus (MG SS XXX,2, 741). Vgl. auch die Anmerkungen zur Conversio Bagoariorum et Carantanorum (Wolfram 113f.) Wie es im Text der Translatio weiter heißt, brach Liupramm am 24. Mai wieder von Rom auf und legte die Reliquien am 1. Juli in der wohl 845 und 847 durch Feuer geschädigten Domkirche SS. Peter und Rupert nieder. Laut Dopsch wurde hierfür vielleicht eine eigene Kapelle angebaut. Nicht sicher zu interpretieren ist die Notiz bei Sigebert von Gembloux, Chronographia a. 851 (MG SS VI 340), Kaiser Lothar (I.) habe die Hermes-Reliquien nach Kornelimünster gesandt, vgl. hierzu Herbers 371-373.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 244, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0851-05-23_1_0_1_4_2_244_244
(Abgerufen am 30.05.2017).