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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Erzbischof Johannes (VII. von Ravenna) leistet nach seiner Wahl Papst Leo (IV.) den Eid (iuramentum ).

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 279. Reg.: -. Lit.: Buzzi, Ravenna e Roma 109f.; Gottlob, Amtseid der Bischöfe 22f.; Simonini, Autocefalia 174.

Kommentar

Der Eid der Ravennater Erzbischöfe in Rom erfolgte üblicherweise bei der Weihe (die für Johannes aber nicht expressis verbis erwähnt wird), vgl. allgemein Gottlob 20ff. Bei Johannes waren Schriften zur Eidesleistung wohl unvollständig geblieben oder verfälscht worden, wie aus der Verhandlung auf dem ersten Synodaltag der 861 gegen ihn tagenden Synode hervorgeht (vgl. Duchesne II 155-157, wo von verfälschten Schriften die Rede ist, sowie den Kommentar von IP V 40 n. *107). Die Erhebung erfolgte wohl Ende 850, vgl. Buzzi; am 16. Dezember 850 ist Johannes VII. vielleicht im Zusammenhang mit einer Synode belegt (vgl. MG Conc. III 231 Anm. 40 und n. 237, skeptisch zu diesem 'Zusatz' auch Savigni, Papi e Ravenna 344). Nur mit Vorbehalten kann deshalb auf Ende 850 datiert werden. Allgemein zu den Bischofsweihen Leos vgl. n. 156 ; zur Ordnungszahl von Johannes (früher meist X.) vgl. Picard, Souvenir 493-95 und 749 sowie Herbers, Konflikt Papst Nikolaus' 52 Anm. 6.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 236, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0850-12-00_2_0_1_4_2_236_236
(Abgerufen am 22.01.2017).