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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Die Neapolitaner, Amalfitaner und Gaetaner, die ihre Flotten mit den Römern gegen die drohende Sarazenengefahr vereinigen wollen, teilen Papst Leo IV. ihre Ankunft (in Ostia) und ihre Kampfesabsicht mit.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 117f.; Prerovský II 556f.). Reg.: IP VIII 82 n. *3 und 421 n. *15; Acta pont. iur. gentium 554 n. 4. Lit.: Lokys, Kämpfe der Araber 65; Hartmann, Gesch. Italiens III/1 224f.; Eickhoff, Seekrieg 187; Talbi, Emirat 454f.; Panetta, Saraceni 80; Schwarz, Amalfi 26f.; Rill, Sizilien im Mittelalter 39; Herbers, Leo 112.

Kommentar

Nur der Lib. pont. berichtet über die drohende Sarazenengefahr. Zur Herkunft der Sarazenen von der Insel Totarum (bei Sardinien) und zum Zusammenhang aus muslimischer Sicht vgl. Talbi (zur möglichen Identifizierung als Insel Toro oder Tavolara vgl. Besta, Sardegna 42). Im Lib. pont. heißt es, Gott habe die Herzen der drei genannten süditalischen Gemeinschaften zum Kampf getrieben, als sie von den Absichten der Sarazenen erfuhren. Der Ankunftsort der Süditaler war offensichtlich Ostia, denn dort begrüßte Papst Leo sie später (vgl. n. 200 sowie n. 198 und n. 199 ). Die ungefähre Datierung basiert auf dem kurz zuvor stehenden Hinweis im Lib. pont., duodecima indictione vigente; zu diesen Zeitangaben in der Leovita vgl. Herbers, Leo 24.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 197, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0848-00-00_1_0_1_4_2_197_197
(Abgerufen am 16.01.2017).