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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Leo (IV.) läßt das in ein weltliches Wohnhaus umgewandelte Kloster (S. Maria) Corsarum bei S. Sisto (vecchio) (in Rom) (monasterio Corsarum quod iuxta basilica beati Xysti martyris atque pontificis situm est) zu seinem Seelenheil wiederherstellen, setzt eine Nonnengemeinschaft (ancillarum Dei congregationem) ein, die Gott täglich laudes darbringen solle, verfügt die Zurückführung des entfremdeten Klosterbesitzes und schenkt dem Kloster und dem Caesariusoratorium je einen goldverzierten Behang.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 112). Reg.: IP I 121 n. *2. Lit.: Ferrari, Roman Monasteries 98f.; Corpus Basilicarum Christianarum IV 165; Thumser, Urkunden San Sisto Vecchio 386; Herbers, Leo 166, 187 und 254.

Kommentar

Über die Wiederherstellung des Klosters wird nur im Lib. pont. berichtet; dabei bleibt unklar, warum es zu Schwierigkeiten mit dem Kloster und der Klosterzucht gekommen war (... quorundam malorum hominum fuerat operibus desolatum et ad secularem habitationem perductum ...), vgl. auch Ferrari. Das Kloster besaß eine Marienkirche sowie ein Oratorium zu Ehren des hl. Caesarius, an die Leo IV. (ob gleichzeitig oder später als die Neugründung ist nicht zu entscheiden) je einen goldenen Behang schenkte. An noch späterer Stelle im Lib. pont. (Duchesne II 120) (vgl. n. 147 ) heißt es, Leo IV. habe eine Nonnengemeinschaft (vielleicht auch ein Stift; es ist von einer ancillarum Dei congregatio die Rede) in seinem Haus gegründet und diese Gründung den Heiligen Symetrius und Caesarius gewidmet; die neuere Forschung nimmt unter anderem wegen der räumlichen Nähe zum Kloster S. Maria Corsarum eine Vereinigung beider Klostergemeinschaften unter dem Namen SS. Symetrius und Cesarius Corsarum an, vgl. Duchesne II 45 Anm. 99, IP I 120; Ferrari 98f. mit Anm. 6 und 7 und Thumser. Vgl. allgemein zum Kloster auch Caraffa, Monasticon Italiae 179 n. 159. Die Datierung ergibt sich aus der weitgehend chronologischen Berichterstattung nach Indiktionen im Lib. pont., vgl. dazu n. 121 sowie n. 142.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 146, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0847-00-00_5_0_1_4_2_146_146
(Abgerufen am 21.02.2017).