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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Bischof Hartgar (von Lüttich) verhandelt mit Papst (Leo IV.) im Auftrag von Kaiser Lothar (L) und den Großen des Reiches.

Kommentar

Die Romreise Hartgars ist nur aus den angeführten Carmina bekannt; der poetisch verschlüsselte Text läßt auch den eigentlichen Verhandlungsgegenstand im Dunkeln. Laut den Worten des Sedulius vollendete Hartgar seine Mission zufriedenstellend (transactis ordine rebus; carmen 5, Vers 127). Da weiter angedeutet wird (carmen 7, Vers 49ff.), Hartgar sei zur Sicherung des Friedens entsandt worden, vermutete Dümmler einen Zusammenhang mit der ohne kaiserliche Zustimmung vollzogenen Weihe Leos (n. 68) bzw. mit der Erneuerung des Paktums (n. 226 und n. 293), jedoch gab es während der Regierung Lothars I. noch zahlreiche weitere Anlässe zur Friedenssicherung, vgl. Düchting 50 Anm. 62. Auch der Name des Papstes wird nicht genannt (vgl. die Korrekturen Traubes 342 und Düchting 44 Anm. 55 gegenüber Dümmler), es muß sich jedoch unzweifelhaft um Leo IV. handeln, wie auch die Regierungszeiten Kaiser Lothars I. (817-855), Leos IV. (847-855) und Hartgars (840-855) (vgl. Duchesne, Fastes III 193) sowie der biographische Hintergrund zu Sedulius nahelegen, vgl. Düchting 50f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 101, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0847-00-00_33_0_1_4_2_101_101
(Abgerufen am 24.04.2017).