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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Sergius (II.) hilft (mediante papa Sergio), Zwietracht unter den Söhnen Ludwigs des Frommen im (Franken)reich zu schlichten.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Adam von Bremen, Gesta I c. 22 (Schmeidler 28); Helmold von Bosau, Chr. Slavorum c. 4 (Schmeidler 13). Reg.: -. Lit.: Dümmler, Ostfränk. Reich I 2 229 Anm. 2.

Kommentar

Nur die beiden voneinander abhängigen Quellenstellen berichten über eine Intervention des Papstes Sergius, bevor sie im weiteren Text den Teilungsvertrag von Verdun (843) thematisieren. Schon deshalb könnte-wenn überhaupt eine päpstliche Intervention stattgefunden hat-nicht Sergius, sondern allenfalls Gregor IV. gemeint sein. Allerdings wurde der Vertrag von Verdun wohl nach Rom übermittelt, wie u. a. aus JE 2926 oder aus einem Brief Johannes' VIII. (JE 3000; MG Epist. VII 297 mit Anm. 11-13) bekannt ist, vgl. auch Herbers, Leo 353. Vor diesem Hintergrund ist das Mißverständnis über die Vermittlung des Sergius beim Friedensschluß unter den karolingischen Brüdern vielleicht erklärbar. Ob die bei Waitz nur in einer Fassung auftauchende Bemerkung ... ob dissidionem ac bella inter Ludoicum pium fratresque suos Pipinum et Karlomannum commissa, per papam Sergium confederatos ... (Translatio s. Magni, MG SS IV 426 Anm. e) ebenso in diesen Zusammenhang gehört, bleibt fraglich. Vgl. zu dieser Quelle Wattenbach/Levison/Löwe, Geschichtsquellen VI 759 Anm. 354. Die Neuedition von Walz, Spuren der Meister, hat diese Stelle offensichtlich ausgeschieden (vgl. 35 und 192).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. F?13, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0844-00-00_8_0_1_4_2_13_F13
(Abgerufen am 25.03.2017).