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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,4,2

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Papst Sergius (II.) läßt in der Lateranbasilika (in Rom) (in basilica Salvatoris quae Constantiniana nuncupatur ) den zu eng gewordenen Altarraum (ambitus sacri altaris ) erneuern und mit Säulen schmücken, schenkt 20 weiße goldverzierte Seidentücher sowie weitere 20 mit Goldfäden und Purpur verzierte Tücher; läßt die Confessio mit goldbesetzten Silbertafeln errichten, legt selbst Reliquien nieder und läßt die Schwellen (sacra limina ) mit Säulen und Bildern verschönern.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lib. pont. (Duchesne II 91). Reg.: -. Lit.: Lauer, Latran 127f.; Corpus Basilicarum Christianarum V 11.

Kommentar

Die im Lib. pont. erwähnten Verzierungen für das Presbyterium könnten eventuell mit heute noch vorhandenen Resten im Kreuzgang identisch sein; die Confessio ist heute noch vorhanden, vgl. Lauer. Die Passage über die Renovierung der sacra limina hat nach Ansicht von Lauer vielleicht die gefälschte Papsturkunde zur Hl. Treppe (vgl. n. † 6 ) beeinflußt. Die angedeutete Renovierungsaktion betrifft wohl vor allem die Schwelle vom Narthex zum Kirchengebäude, vgl. Duchesne II 102 Anm. 15. Die Sorge des Papstes um Ausstattung und allgemein um Kirchen, die im Lib. pont. mit dieser Notiz beginnt, faßt Flodoard von Reims, De Christi triumphis (Migne, PL CXXXV 815) zusammen. Allgemein zur Lateranbasilika vgl. auch Armellini, Chiese I 121-133. Im Lib. pont. wird der Abschnitt mit dem Hinweis auf das 1. Pontifikatsjahr eingeleitet, kurz darauf folgt die Angabe der Tiberüberschwemmung in der 8. Indiktion (am 22. November). Hierauf basiert die Datierung.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,4,2 n. 21, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0844-00-00_3_0_1_4_2_21_21
(Abgerufen am 25.03.2017).