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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Erzbischof Rostagnus von Arles und Bischof Amelius von Uzès sind in ein Schisma im Erzbistum Narbonne verwickelt.

Überlieferung/Literatur

Undatiertes Schreiben Johannes X. an den Episkopat der Kirchenprovinz Narbonne, ed. Zimmermann, Papsturkunden, Nr. 39 S. 67f.

Regg.: J-L 3554; Böhmer-Zimmermann, Nr. 31. Vgl. ebd., Nr. 10, 30.

Kommentar

Dem von Rostagnus und Amelius auf unkanonische Weise zum Erzbischof von Narbonne erhobenen Gerard, einen Neffen des Amelius, hatten die Suffraganbischöfe von Narbonne, die sich an Papst Johannes (X.) wandten, (den Abt) Agio (von Vabres) entgegengestellt, den der Papst schließlich durch Übersendung des Palliums bestätigt, während Gerard, der in Rom vergeblich ein gefälschtes Papstschreiben zu seinen Gunsten vorlegt, exkommuniziert wird. Der Papst hatte in dieser Sache zuvor ein nicht erhaltenes Schreiben durch Erzbischof Aiminus von Besançon den Bischöfen der Kirchenprovinz Narbonne zukommen lassen. Auch der Erzbischof Austerius von Lyon und dessen Suffragane wurden von ihm anscheinend informiert (Dep.); vgl. die Einzelheiten bei Böhmer-Zimmermann, a.a.O.; siehe auch Schieffer, Legaten, S. 31; Schröder, Synoden, Nr. 31 S. 201f. – Zu Rostagnus von Arles siehe zuletzt Reg. 2944; zu Amelius von Uzès vgl. schon Regg. 2871A, 2920 u. 2925; siehe auch Poly, Provence, S. 21; Rosenwein, Immunité, S. 5.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2947A, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ffd3fcea-2dfc-4bef-8bf7-0358345d0251
(Abgerufen am 25.05.2017).