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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Ungeachtet des neuerlichen Abfalls seines Sohnes Karlmann, der aus Lyon flieht, zieht Karl (der Kahle) möglichst rasch nach Vienne weiter, das von Berta, der Gemahlin des Grafen Gerhard, gehalten wird (Viennam, in qua Berta, uxor Gerardi, erat, obsessurus quantotius adiit), während sich Gerhard selbst in einem anderen Kastell aufhält (nam Gerardus in altero morabatur castello), und beginnt mit der Belagerung der Stadt, in deren Verlauf die umliegende Gegend überaus stark verwüstet wird (in qua obsidione circumiacentes regiones nimis fuere vastatae).

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 870, ed. Grat, Annales Bertiani, S. 178.

Vgl. Flodoard, Hist. Rem. eccl. III, 18, ed. Stratmann, MGH SS 36, bes. S. 254 Z. 8f.: ipse rex ad Viennam contra Gerardum comitem qui a se desciverat, profectus erat.

Kommentar

Zum Abfall Karlmanns, der 873 geblendet wurde († 876), vgl. Dümmler, Geschichte II2, S. 320 – 323; Calmette, Diplomatie, S. 132f.; Hartmann, Synoden, S. 325f. – Vgl. im übrigen das vorige Reg.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2630, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/fc088c19-2dea-47c8-860d-01f6f98a0c3b
(Abgerufen am 22.10.2017).