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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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In Gegenwart und unter Mitwirkung (nomina episcoporum in quorum praesentia et qui interfuerunt haec sunt …) der Erzbischöfe Remigius von Lyon, Ado von Vienne und Rotland von Arles führt der päpstliche Legat und Bischof von Orte, Arsenius, die Königin Theutberga in die Obhut Lothars (II.) als dessen rechtmäßige Ehefrau zurück (cum praenominatis omnibus archiepiscopis et episcopis in manibus Hlotharii regis reddiderunt atque dederunt), nachdem zahlreiche genannte Vasallen Lothars, darunter sechs Grafen, für ihren Herrn einen von Arsenius formulierten und nach Rom mitzunehmenden Sicherheitseid zugunsten Theutbergas geleistet haben.

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 865, ed. Grat, Annales Bertiani, S. 119 – 121.

Regg.: BM2, Nr. 1307a; Schilling, Gallia pont. III/1, Nr. *100 S. 107.

Kommentar

Beachtung verdient das Ereignis im Zusammenhang der Geschichte des Regnum Provinciae vor allem insofern, als in Vendresse (nordwestlich von Verdun) die drei führenden Erzbischöfe des Regnum anwesend waren – unabhängig davon, ob sie dem Reichsteil Kaiser Ludwigs II. (Arles) oder Lothars II. (Lyon, Vienne) zugehörten. Aus dem angestammten Regnum Lothars II. (Lotharingien) waren nur Erzbischof Hartwig von Besançon sowie die Bischöfe Adventius von Metz, Atto von Verdun, Franco von Lüttich und Rathald (Ratold) von Straßburg zugegen. – Unter der reichen Literatur vgl. bes. Parisot, Lorraine, S. 279 – 280; Calmette, Diplomatie, S. 99f.; Anton, Teilreichsepiskopat, S. 112 (S. 453); Airlie, Unreal Kingdom, S. 344 (mit falscher Ortsangabe).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2577, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/fad0d82b-f8a4-4407-a0ce-66d4f2a9e6da
(Abgerufen am 26.09.2017).