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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Die Kaiserin Angilberga, die Großmutter Ludwigs (des Blinden), sucht unmittelbar nach dem Tod Bosos (11. Januar 887, Reg. 2827) den Kontakt zu Karl (III.).

Überlieferung/Literatur

Keine direkten Nachrichten. – Zu erschließen aus der Urkunde Karls III. zugunsten des der Angilberga gehörenden Klosters S. Salvatore in Brescia (D Ka.III. 156) von 887 Februar 10, Rottweil (vgl. Böhmer-Zielinski I, Nr. 761).

Kommentar

Karl III. bestätigt dem Kloster damals auf durch Bischof Liutward von Vercelli vorgetragene Bitte der Kaiserin ein Landstück in Verona und genannte Rechte. Es ist anzunehmen, daß Angilberga damals im Interesse ihres Enkels (und wahrscheinlich auch in Absprache mit ihrer Tochter, der Königin Irmingard) den Kontakt zu Karl III., dem in der damaligen Situation ebenfalls an einer Verständigung mit Irmingard gelegen sein mußte, gesucht hat; vgl. Hlawitschka, Lotharingien, S. 32; Ders., Nachfolgeprojekte, S. 24 (S. 128); MacLean, Kingship, S. 112, 166. Daß Angilberga damals persönlich am Hofe Karls III. war (Bautier, Langres, S. 138 [S. 222]), ist aber kaum wahrscheinlich. – MacLean, a.a.O., bes. S. 111f., vermutet, daß die Urkunden Karls III. für den damals an seinem Hof führenden westfränkischen Bischof Geilo von Langres, die nur vier Tage nach dem Tod Bosos ausgestellt wurden (DD Ka.III. 152 – 155a), bereits in diesem Kontext zu werten sind. – Siehe auch die nachfolgenden Regg.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2830, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/f8ccf5b5-6452-49ad-875d-9c8a2cef4386
(Abgerufen am 27.07.2017).