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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Boso (von Vienne) hindert die päpstlichen Legaten, den Bischof Leo (von Gabii), einen Neffen des Papstes und Apokrisiar des päpstlichen Stuhls, sowie den Bischof Petrus (von Fossombrone), (die sich auf der Rückreise von Ponthion befinden), an ihrem Weiterzug nach Rom.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt im Schreiben Johannes’ VIII. an Boso von ca. Mitte September 876 (Reg. 2675).

Kommentar

Die Hintergründe des Streits um die beiden Legaten, die Johannes VIII. der ersten Legation ins Westfränkische (siehe das vorige Reg.) Ende April nachgesandt hatte (Schieffer, Legaten, S. 21 – 25) und die in dieser Sache auch vom Papst selbst ermahnt wurden (Schreiben Johannes’ VIII, ed. Caspar, MGH Epist. 7, Nr. 7 S. 6f.), sind unklar; vgl. Bourgeois, Capitulaire, S. 88; Dümmler, Geschichte III2, S. 30; Seemann, Boso, S. 32f.; Schieffer, a.a.O., S. 22 Anm. 42, 24. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit Bosos Annäherung an die ostfränkische Partei, wie sie sich in seiner Heirat mit Irmingard dokumentiert (Reg. 2671). – Vgl. auch Riesenberger, Legaten, S. 215 – 217, 260 – 263; Böhmer-Zielinski I, Nr. 505; siehe noch das übernächste Reg.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2673, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ef843bb4-11f8-454a-ad40-be121a83e74d
(Abgerufen am 17.01.2017).