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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Erzbischof Hinkmar von Reims bittet Graf Gerhard (von Vienne), für die Weihe des Elekten Isaak von Langres zu sorgen (ut per eius hortamen ordinaretur episcopus), da Wulfad, der die dortige Bischofskirche okkupiert hat, nicht kanonisch geweiht werden konnte (canonice non potuit ordinari).

Überlieferung/Literatur

Hinkmar, Epist. 103*, ed. Perels, MGH Epist. 8,1, S. 50 (zu Frühjahr 857); ed. Stratmann, Flodoard, Hist. Rem. eccl. III, 26, MGH SS 36, bes. S. 332 Z. 21 – 23.

Regg.: Schrörs, Hincmar, Nr. 107 (zu Frühjahr 857); Sot, Flodoard, S. 595 Nr. 9.

Kommentar

Langres, Suffragan von Lyon, wo der Erzkapellan Karls von der Provence, Remigius, Erzbischof war (vgl. Regg. 2501 u. 2530), lag im späteren westfränkischen Herzogtum Burgund. Dort war auch Graf Gerhard begütert (Reg. 2496. – Hinkmar hat mehrere Schreiben in dieser Angelegenheit verschickt (Stratmann, a.a.O., S. 274 Anm. 56). Wulfad wurde von ihm unter anderem auf der Synode von Quierzy im Februar 857 bekämpft (ed. Hartmann, MGH Conc. 3, Nr. 38 S. 383 – 398, bes. S. 384 Nr. 3), weil er von Ebo von Reims geweiht worden war. Zu Isaak von Langres, der später als Verfasser eines Bischofskapitulars hervorgetreten ist, das weitgehend auf den falschen Kapitularien des Benedictus Levita fußt (Hartmann, Kirche und Kirchenrecht, S. 164 – 166), vgl. noch Regg. 2505, 2512 2513 u. passim. – Vgl. Longnon, Girard, S. 254; Poupardin, Provence, S. 14 Anm. 1; Louis, Girart, S. 57f.; Sot, a.a.O., S. 607; Stratmann, a.a.O., S. 332 Anm. 22 – 23.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2498, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ee2f8c43-7d6b-4373-b3a9-8b7ced967f2c
(Abgerufen am 20.07.2017).