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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Papst Nikolaus (I.) teilt Erzbischof Ado von Vienne unter anderem mit, daß sich Erzbischof Johannes (X.) von Ravenna in Rom unterworfen habe.

Empfänger:
Erzbischof Ado von Vienne

Überlieferung/Literatur

Papstschreiben (Auszüge), ed. Perels, MGH Epist. 6, S. 618 – 619 Nr. 106.

Regg. (Auswahl): J-E 2697; Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 732; Schilling, Gallia pont. III/1, S. 100f. Nr. 87; Böhmer-Herbers II, Nr. 562.

Kommentar

Die Auseinandersetzung zwischen dem Papst und dem Ravennater Erzbischof (vgl. schon Böhmer-Zielinski I, Nr. 201) wurde auf der römischen Synode im November 861 (ed. Hartmann, MGH Conc. 4, Nr. 8 S. 58 – 67) beigelegt, wodurch sich die ungefähre Datierung des Papstschreibens ergibt. Unter der neueren Literatur zum Streit siehe bes. Herbers, Konflikt. – Im ersten (Haupt-) Teil des Schreibens ging es dem Papst anscheinend um die Eheaffäre Lothars II., in der Ado, der den Standpunkt des Papstes unterstützte, in seiner Haltung bestärkt werden sollte; vgl. Schilling, a.a.O., S. 101. Zu zwei voraufgegangenen verlorenen Schreiben Nikolaus’ I. an Ado von Vienne vgl. Schilling, a.a.O., S. 100 Nr. *85 – *86. Zu einem weiteren gefälschten Brief des Papstes an Ado (Schilling, a.a.O., S. 99f. Nr. †84b, ed. Perels, MGH Epist. 6, S. 669 Nr. 154, jeweils zu 861), der in den Kontext des Vorrangstreites zwischen den Kirchen von Vienne und Arles gehört, vgl. Dies., Guido, S. 316 – 319; ergänzend Dies., Gallia pont., a.a.O. – Allgemein zu Ado von Vienne, dem wir die Überlieferung zahlreicher Schreiben Nikolaus’ I. verdanken (Perels, Briefe I, S. 564), vgl. schon Reg. 2527 Als Fälscher hatte er großen Anteil an den sogen. Epistolae Viennenses spuriae: Schilling, Guido von Vienne, bes. S. 275ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2538, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/ec3c0cfb-8675-4ff3-9812-af04586f481e
(Abgerufen am 20.01.2017).