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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Papst Formosus setzt Erzbischof Bernuin von Vienne zu seinem Vertreter für ganz Gallien ein (Formosus vices suas Barnoino Viennensi commisit [Hugo v. Flav.]; Bernoinus ... vicarius domini papae per totam Galliam [Obit.]).

Überlieferung/Literatur

Hugo von Flavigny, Chronicon, ed. Pertz, MGH SS 8, S. 356 Z. 18f.; Obituarium Viennense (fragm.), ed. Poupardin, Provence, S. 363.

Regg.: J-L *3475; Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 891; Schilling, Gallia pont. III/1, S. 118 Nr. *133 (= ebd., S. 367 Nr. *34).

Kommentar

Lawo, Studien, S. 278, denkt an ein Papstschreiben in dieser Angelegenheit. – Das in der Literatur mehrfach behandelte päpstliche Vikariat Bernuins von Vienne könnte diesem anläßlich seiner Romreise im Herbst 891 (vgl. das vorige Reg.) verliehen worden sein, wie zuletzt Schilling, a.a.O. (dort auch die ältere Literatur), vermutet hat. Die Sache selbst, wiewohl nicht in zeitgenössischen Quellen bezeugt, scheint glaubwürdig; vgl., auch zum Zusammenhang mit dem alten Streit zwischen Arles und Vienne, Schilling, a.a.O., bes. S. 46; siehe schon Reg. 2704. Zur Ausgangslage im 5. und 6. Jahrhundert vgl. Mathisen, Ecclesiastical Factionalism, bes. S. 25f., 175f., 180 – 183; Ders., Syagrius. – Zur angeblichen Verwandtschaft Bernuins mit König Boso (frater Bosonis regis: Hugo von Flavigny, a.a.O.) siehe Reg. 2831 (Kommentar).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2874, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e8a6e9d4-08c3-4779-bad5-735465f0d72c
(Abgerufen am 18.11.2017).