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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Hugo (von Vienne) nimmt an einem Treffen zwischen König Rudolf (von Westfranken, Raoul de Bourgogne) und Herzog Wilhelm (II.) von Aquitanien teil, in dessen Verlauf er von dem gleichfalls anwesenden Erzbischof Seulfus von Reims bewogen wird, den alten Landbesitz der Reimser Kirche im Lyonnais zurückzuerstatten.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Böhmer-Zielinski III, Nr. 14691470.

Siehe noch Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 1053 u. 1057.

Kommentar

Strittig ist in der Forschung vor allem, inwieweit Hugo von Vienne damals eine lehnsrechtliche Bindung an den westfränkischen König, etwa für das Lyonnais, eingegangen ist; vgl. Böhmer-Zielinski III, Nr. 1469 (Kommentar). Dufour, Introduction, S. XXXI, hat angenommen, daß Hugo damals im Auftrag und in Vertretung Ludwigs des Blinden gehandelt hat. – Wilhelm II. von Aquitanien (918 – 926) war ein Neffe Wilhelms des Frommen, des Gründers von Cluny (vgl. bes. Reg. 2903). Er konnte im Vorfeld des Treffens nach langen Verhandlungen bewogen werden, die Königsherrschaft Rudolfs anzuerkennen. Eine Anfang April von König Rudolf zugunsten des Bistums Puy ausgestellte Urkunde (D Raoul 4) erging mit dem Einverständnis Wilhelms II. für das Seelenheil Wilhelms des Frommen: consentiente fideli nostro Guillelmo comite pro remedio animae Guillelmi avunculi sui (ed. Dufour, S. 24 Z. 30 – 25 Z. 1). – Vgl. noch Auzias L‘Aquitaine, S. 456; Fournial, Souveraineté, S. 415; Dufour, Introduction, S. CXX; Rosé, Construire, S. 173f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2971, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e6bbb69d-8ce0-4f66-ae5a-7338d3187ffd
(Abgerufen am 22.01.2017).