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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Boten Kaiser Ludwigs (II. von Italien) und Papst Hadrians (II.) überbringen Karl (dem Kahlen) Briefe des Papstes (datiert vom 27. Juni) an diesen selbst, an Erzbischof Hinkmar von Reims sowie an die Bischöfe und Großen seines Reiches, in denen die Empfänger mit eindringlichen Worten ermahnt werden, den Rechtsanspruch des Kaisers auf das Reich seines verstorbenen Bruders (Lothar II.) zu respektieren.

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 870, ed. Grat, Annales Bertiani, S. 177. Die Schreiben des Papstes ed. Dümmler, MGH Epist. 6, Nr. 21 – 24 S. 724 – 730 (J-E 29262929). Vgl. das Antwortschreiben Hinkmars ed. Migne, PL 126, Sp. 174 – 186, bes. Sp. 174 – 177.

Regg.: BM2, Nr. 1245a.

Vgl. Böhmer-Zielinski I, Nr. 311.

Kommentar

Die Gesandten, darunter Bischof Wibodo von Parma und Graf Bernard (als Vertreter Kaiser Ludwigs II.), die Karl den Kahlen am 9. Oktober in Saint-Denis erreichten, waren zuvor bei Ludwig dem Deutschen in Aachen gewesen (BM2, Nr. 1480b). Aus dem Antwortschreiben Hinkmars geht hervor, daß die Briefe erst am 19. Oktober in Reims, wohin die Gesandten dem Hof gefolgt waren, entgegengenommen wurden (a.a.O., Sp. 174). – Ungeachtet der Mahnung des Papstes rückte Karl der Kahle bald darauf mit Heeresmacht in Niederburgund ein; vgl. die folgenden Regg. – Vgl. Dümmler, Geschichte II2, S. 308 – 310; Parisot, Lorraine, S. 387f.; Poupardin, Provence, S. 37 – 39; Schieffer, Legaten, S. 11 – 14; Nelson, Charles the Bald, S. 227; Krah, Absetzungsverfahren, S. 135; Bougard, Petitor, S. 332, 335. Siehe schon Böhmer-Zielinski I, Nr. 311, dort auch zu den Boten Ludwigs II.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2628, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/e0a5d680-589e-4fe3-b4bb-ac63e903528c
(Abgerufen am 29.03.2017).