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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Lothar (II.) führt Klage über die diminoratio, die sein Reich erlitten habe, als er seinem Vater in der Herrschaft nachgefolgt sei.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in D LdJ. 9 für die Bischofskirche von Toul von diesem Tag, bes. S. 397 Z. 3 – 5: Nobis itaque in regno succedentibus non minima, sed maior accidisse cernitur regni diminoratio.

Kommentar

In der in „kunstvoller Rhetorik“ (Schieffer, Vorbemerkung) stilisierten Urkunde dient der Hinweis auf die diminoratio des Reichs als Begründung für die Tatsache, daß Lothar II. erst jetzt die schon von seinem Vater verfügte Restitution der Zelle Saint-Evre an die Kirche von Toul realisieren kann. Mit der diminoratio regni wird im übrigen die ihm in Orbe abgerungene Reichsteilung gemeint sein, durch die die Provence mit dem Dukat von Lyon als eigenständiges Regnum aus dem Gesamterbe Lothars I. ausgeschieden und seinem jüngeren Bruder Karl anvertraut wurde (Reg. 2495. Schon zu Beginn der ausführlichen Narratio wird die minoratio regni erwähnt, die bereits Lothar I. habe hinnehmen müssen (ebd., S. 396 Z. 41) und die auch ihn notgedrungen veranlaßt habe, die genannte Zelle an seine Getreuen zu verleihen. – Vgl. Parisot, Lorraine, S. 121 Anm. 4; Poupardin, Provence, S. 17 m. Anm. 2; Schieffer, Die Urkunden Lothars II., S. 369.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2507, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/dbffcceb-4cf1-47e4-9102-f747d5ca6195
(Abgerufen am 24.05.2017).