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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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König Hugo (von Italien), dem es nicht gelingt, sich gegenüber (dem Markgrafen) Berengar (II.) durchzusetzen, schließt mit diesem formal Frieden, vertraut ihm seinen Sohn (König) Lothar, an und zieht mit seinem ganzen Schatz in die Provence (in Provinciam omni cum pecunia properavit), wo ihn (Herzog) Raimund (III. Pontius) von Aquitanien aufsucht (Raimundus Aquetaniorum princeps eum adiit), für 1000 Minen sein Vasall wird (cui et pro minis mille se in militem dedit fidemque sibi servaturum iuramento adfirmavit) und ihm verspricht, mit einem Heer nach Italien zu ziehen und (Markgraf) Berengar (II.) zu bekriegen (sed et congregatis copiis Italiam ingressurum ac Berengarium debellaturum esse promisit).

Überlieferung/Literatur

Liutprand, Antapodosis V, 31, ed. Becker, S. 149 (ed. Chiesa, S. 142).

Reg.: Böhmer-Zielinski III, Nr. 2060.

Vgl. das folgende Reg.

Kommentar

Zur Chronologie vgl. Böhmer-Zielinski III, Nr. 2060. – Da die italischen Chartae in der Folgezeit weiter nach Hugo datieren (siehe Böhmer-Zielinski III, Nr. 20612066), ist es wohl nicht zu einer förmlichen Abdankung Hugos, der bald darauf verstorben ist (Reg. 3052), gekommen. Zu Herzog Raimund III. Pontius von Aquitanien († um 950) vgl. Biogr. Toulousaine II, S. 242f. – Siehe im übrigen Böhmer-Zielinski III, Nr. 2060. – Schon etwa zur Jahresmitte 945 hatte Hugo nach seiner Entmachtung durch Berengar II. den Weg nach Burgund eingeschlagen, war aber nach kurzer Zeit wieder nach Pavia zurückgekehrt, nachdem ihm Boten der italischen Großen die Wiederanerkennung seiner Königsherrschaft versprochen hatten; siehe Böhmer-Zielinski III, Nr. 2011 (vgl. auch ebd., Nr. 2000 u. 2013); Zielinski, Der Weg nach Rom, S. 101.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 3048, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/db102b79-8a96-4b75-a596-e0d1dd4addc8
(Abgerufen am 03.12.2016).