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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Papst Sergius (III.) bestätigt Erzbischof Austerius von Lyon die Besitzungen seiner Kirche und genehmigt die Wahl des jeweiligen Erzbischofs aus dem eigenen Klerus sowie seine Mitwirkung bei der Wahl der Suffraganbischöfe.

Empfänger:
Erzbischof Austerius von Lyon

Überlieferung/Literatur

Papstprivileg (apostolicum privilegium), ed. Zimmermann, Papsturkunden, Nr. 31 S. 53 – 55.

Regg.: J-L 3545; Martin, Conciles Lyon, Nr. 196; Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 1007.

Kommentar

Zu Austerius von Lyon (906 – 915/919) vgl. Gerner, Lyon, S. 122f.; siehe schon Reg. 2929. Die Mitwirkungsrechte des Erzbischofs von Lyon bei der Wahl der Suffragane war insofern nicht ohne politische Brisanz, weil seine Suffraganbistümer mit Ausnahme von Belley im westfränkischen Reich lagen. – Austerius von Lyon unterschreibt auch zusammen mit den Bischöfen Walo von Autun, Ardrad von Chalon-sur-Saône und Gerald von Mâcon eine von Bischof Argrim von Langres zugunsten der Kirche Saint-Étienne in Dijon ausgestellte Restitutionsurkunde, die 909 oder 910 Juli in Dijon ausgestellt wurde; vgl. Schröder, Synoden, Nr. 85 S. 333 – 335. Die ältere Literatur hat angenommen (vgl. Martin, Conciles Lyon, Nr. 197), daß wir es hier mit einer Synodalurkunde zu tun haben, die auf eine 912 in Lyon abgehaltene Provinzialsynode schließen läßt. – Argrim von Langres hat zwischen 903 und 907 auch drei gut dokumentierte Diözesansynoden abgehalten, auf denen Besitzstreitigkeiten verhandelt wurden; vgl. Schröder, Synoden, Nr. 21 – 23 S. 165 – 172.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2937, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/da4fb4f2-0362-4f08-b76b-05a85123a031
(Abgerufen am 21.01.2017).