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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Ludwig überträgt (concessimus) per huius largitionis nostrḝ preceptum seinem Getreuen Ingelbert auf Bitten des Grafen und Markgrafen Hugo, seines propinquus (Hugo von Vienne), aus den zum Comitat des Grafen gehörenden und dem Vizecomitat zugewiesenen Ländereien (ex rebus de comitatu ipsius que pertinent ad vicemcomitatum) einen Hof mit zugehörigem Weinberg (curtilum cum vinea insimul tenentes) im Gau von Vienne in der Villa Salpatia superiori (Serpaize) nahe der via publica (qui terminat ex omnibus partibus via publica) zu freiem Eigen (ad proprietatem). – Alboldus (lies: Uboldus) notarius ad vicem Alexandri archicanc. – M.

Originaldatierung:
– a. inc. 920.
Incipit:
Quocirca omnium

Überlieferung/Literatur

Kopien: Paris, BnF, Ms. lat. nouv. acq. 2262, Chartular C von Cluny (vgl. cartul R-4190), um 1100, n. 121 fol. 57v (S. 113) (C).

Drucke: Bruel, Recueil des chartes de l'abbaye de Cluny, I, Nr. 223 S. 213, aus C; Prou-Poupardin, Recueil, Nr. 57 S. 104 – 105.

Regg.: Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 1038; Böhmer-Zielinski, RI I,3,3, Nr. 1459.

Kommentar

Das sonst nie fehlende Regierungsjahr geht vielleicht auf Kosten der auch sonst nicht fehlerfreien Überlieferung im Chartular C von Cluny (zu diesem siehe schon D 37 = Reg. 2905); vgl. Prou-Poupardin, Recueil, S. LI. Eine Tagesdatierung fehlt öfters (ebd.). – Auch D 57 wurde wieder wie zuletzt D 56 (Reg. 2954) vom Notar Ubold rekognosziert, und, wie die Diktatberührungen insbesondere im Kontext (vgl. bes. D 56 mit Übereinstimmungen an den Scharnierstellen und identischer Corroboratio) und im Eschatokoll mit den übrigen von ihm rekognoszierten Urkunden zeigen (vgl. D 54/Reg. 2948), wohl auch verfaßt. Die Arenga, die ein traditionelles Motiv in knapper Form präsentiert (Hausmann/Gawlik, Arengenverzeichnis, Nr. 1473), kehrt etwas abgewandelt in Ubolds D 59/Reg. 2960 wieder. Gegen Ende des Kontextes, wo die freie Verfügungsgewalt über die geschenkten Güter geregelt wird, ist der Wortlaut verkürzt oder verderbt; vgl. Poupardin, ed. cit., S. 105 Anm. b. – Hugo von Vienne, der spätere König von Italien, begegnet mehrfach als Intervenient (zuletzt Reg. 2943). – Ingelbert, ein Sohn des Vizegrafen Berilo und Bruder sowohl des späteren Erzbischofs Sobon von Vienne (927 – 949) als auch des dortigen Vizegrafen Ratburnus, ist auch Empfänger des D 61 (Reg. 2966, aus gleicher Überlieferung); zu seiner Person und Familie siehe Poupardin, Provence, bes. S. 352; Manteyer, Provence, S. 116 m. Anm. 2; Winzer, Einzugsbereich, passim, bes. S. 245f.; vgl. auch Regg. 2966 u. 3047. – Serpaize (Dép. Isère, Ct. Vienne-Nord) ca. 5 km nordöstlich von Vienne.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2957, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/cf180b74-57cc-4638-82d1-abb9cac88fac
(Abgerufen am 21.07.2017).