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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Abt Geilo (Egilo) von Saint-Philibert de Tournus wird (von Boso) gegen den Widerstand der örtlichen Wähler mit dem vakanten Bistum Langres betraut und von Erzbischof Aurelian (von Lyon) geweiht.

Überlieferung/Literatur

Schreiben des Papstes Stephan V. an Erzbischof Fulko von Reims von 889, in Auszügen überliefert bei Flodoard, Hist. Rem. eccl. IV, 1 (J-L 3453), ed. Stratmann, S. 367f., bes. S. 367 Z. 18 – 368 Z. 1: obeunte Isaac episcopo (Isaak von Langres, 856 – 880), inconsulto clero et populo Egilonem quendam monachum nuper de seculo venientem in episcopum Aurelianus Lugdunensis ordinaverit eiusque illata vi proposuerit nolentibus.

Kommentar

Daß Boso hinter der Bischofserhebung Geilos stand, wird zwar nicht ausdrücklich gesagt, ist aber mit Sicherheit anzunehmen; vgl. bes. Regg. 2752 u. 2756. Geilos Gegenspieler war Teutbald II., der trotz päpstlicher Unterstützung sich in Langres erst nach dem Tod Geilos durchsetzen konnte (890/91 – 894). – Vgl. Bautier, Origines, S. 52f.; Ders., Langres, bes. S. 218f.; Schneider, Fulco, S. 82f.; Pokorny, Brieffragment, S. 613f.; MacLean, Kingship, S. 110; Cartron, Pérégrinations, S. 235f.; Pangerl, Metropolitanverfassung, S. 288f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2760, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c3b3f126-132c-463b-a8d8-7f2b897ed66e
(Abgerufen am 20.10.2017).