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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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König Rudolf (von Westfranken) marschiert nach Vienne (Rodulfus rex Viennam profectus), wo ihm der Sohn Ludwigs des Blinden, Karl Konstantin, der die Stadt innehat, die Anerkennung seiner Herrschaft verspricht, woraufhin Rudolf nach Tours weiterzieht (Karolo Constantino Orbi filio, qui eam tenebat, subiectionem pollicitante, revertitur, et Turonem ... proficiscitur).

Überlieferung/Literatur

Flodoard, Annales a. 931, Lauer, S. 46f.

Reg.: Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 1096.

Kommentar

Flodoard beginnt seinen Jahresbericht mit dieser Nachricht. Am 24. März ist Rudolf in Tours bezeugt (D Raoul 15, vgl. Dufour, ebd., Introduction, S. CII). – Die Nachricht Flodoards ist ein beredtes Zeugnis für die unstabilen politischen Verhältnisse in Vienne nach dem Tod Kaiser Ludwigs des Blinden, dessen Sohn, der genannte Karl Konstantin, sich dort ungeachtet der Tatsache, daß König Hugo von Italien die Markgrafschaft Vienne schon 928 bei seinem kurzen Aufenthalt in seiner Heimat in Anwesenheit König Rudolfs dem Grafen Heribert II. von Vermandois übertragen hatte (Reg. 3002), anscheinend behaupten konnte. Zu einer formellen Übergabe Viennes an Rudolf von Westfranken scheint es überdies erst zwei Jahre später gekommen zu sein (Reg. 3015). – Vgl. Lippert, Rudolf, S. 73; Poupardin, Provence, S. 229; Manteyer, Provence, S. 130; Hofmeister, Deutschland und Burgund, S. 52f.; Fournial, Souveraineté, S. 418; Hlawitschka, Verbindungen (1988), S. 287f. (S. 46f.); Brühl, Deutschland-Frankreich, S. 456; Schilling, Guido von Vienne, S. 49; Demotz, Bourgogne, S. 219.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 3008, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c1151eb6-82a0-4208-9fae-9c51a8bdad2a
(Abgerufen am 22.10.2017).