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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Karl (der Kahle) versammelt in Reims zahlreiche Getreue um sich (undique plurimos fidelium suorum illic convenire faciens), entläßt nach acht Tagen Aufenthalt dort die päpstlichen Legaten (per octo dies ibidem immorans, eosdem missos absoluit) und schickt seinerseits eine Gesandtschaft mit einem Schreiben und kostbaren Geschenken nach Rom, während er selbst bis nach Lyon zieht (ipse usque ad Lugdunum pervenit).

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 870, ed. Grat, Annales Bertiani, S. 178.

Kommentar

Karl der Kahle ist um den 19. Oktober in Reims angekommen (vgl. das vorige Reg., Kommentar). Etwa am 27. Oktober, nach acht Tagen Aufenthalt dort, scheint er also nach Lyon aufgebrochen zu sein (ca. 600 km Luftlinie), so daß er dort kaum vor Ende November angekommen sein kann. Eine solche Annahme deckte sich mit der Datierung des D KdK. 344, doch sind erhebliche Zweifel an der Tagesdatierung der angeblich am 24. November in Vienne ausgestellten Urkunde erlaubt; vgl. Reg. 2633 – In Lyon hatte Erzbischof Remigius die Herrschaft des westfränkischen Königs schon frühzeitig anerkannt (Reg. 2624). – Vgl. Dümmler, Geschichte II2, S. 310; Parisot, Lorraine, S. 394; Schieffer, Legaten, S. 14; Louis, Girart I, S. 116f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2629, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/bf19f775-05af-4521-89a1-ca8ba9933517
(Abgerufen am 23.07.2017).