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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Papst Johannes (VIII.) fordert Karl (III.) von Ostfranken auf (excellentiḝ vestrḝ suggerimus), den Elekten Hieronymus von Lausanne, den er in Rom bestätigt hat (nostra apostolica etiam auctoritate commissum), gnädig aufzunehmen (benigne recipiatis) und ihm die Besitznahme seines Bistums zu gestatten (episcopatum ... sub omni integritate recipere habereque securiter permittatis); auch bittet er ihn, zugunsten der Kirche von Besançon unter Erzbischof Theoderich einzuschreiten, da Karls Getreuer Hubo dortiges Kirchengut besetzt halte (super Hubonem fidelem vestrum ... eo quod res ecclesie invaserit [vgl. Reg. 2764]).

Empfänger:
Karl (III.) von Ostfranken

Überlieferung/Literatur

Registerschreiben Johannes’ VIII., ed. Caspar, MGH Epist. 7, Nr. 252 S. 220f.

Regg.: J-E 3315; Brackmann, Helvetia pont., Nr. 2 S. 169f.; Vregille [u.a.], Gallia pont. I, S. 43 Nr. 16; Böhmer-Zielinski I, Nr. 624.

Vgl. BM2, Nr. 1603a.

Kommentar

Hieronymus zählte in Mantaille als Elekt von Lausanne zu den Königswählern Bosos (vgl. Reg. 2764), was die ablehnende Haltung des Königs zu seiner Person erklärt. Karl III. selbst hatte in Lausanne einen seiner Hofkapelläne zum Bischof gemacht, wie wir in einem an Erzbischof Theoderich von Besançon gerichteten Brief des Bischofs Salomon II. von Konstanz erfahren (Collectio Sangallensis Nr. 26, ed. Zeumer, MGH Formulae Merowingici, S. 411f.). – Vgl. Dümmler, Geschichte III2, S. 127f. Anm. 3; Poupardin, Provence, S. 119, 133; Riesenberger, Legaten, S. 233; Bautier, Origines, S. 56; MacLean, Response, S. 41f. – Siehe auch die folgenden Regg.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2766, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/bcb0cb1e-d602-4afb-a432-85a3ae238b6e
(Abgerufen am 27.05.2017).