Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

Sie sehen den Datensatz 457 von insgesamt 571.

Graf Hugo (von Vienne) wird Dux und Markgraf (der Provence).

Überlieferung/Literatur

Zu erschließen aus der nachfolgenden Gerichtsaufzeichung (D Prov. 52 = Reg. 2941) und aus D Prov. 53 (Reg. 2943). Vgl. schon Böhmer-Zielinski III, Nr. 1448, 1449 u. 1451.

Kommentar

Der schon mehrfach in den Urkunden Ludwigs des Blinden genannte und dabei als propinquus bezeichnete (Regg. 2918 2923 u. 2933) spätere König von Italien, Hugo von Vienne, der um 907/8 auch in enger Verbindung zum neuen Erzbischof von Vienne, Alexander, begegnet (Reg. 2935, siehe schon Böhmer-Zielinski III, Nr. 1447), ist spätestens jetzt der „secundus a rege“ und eigentliche Reichsverweser. Voraufgegangen war der mutmaßliche Tod des zuvor die erste Stelle am Hof einnehmenden Grafen Teutbert, der 908 Mai (Reg. 2933) zum letzten Mal nachweisbar ist, schon damals neben Hugo in zweitrangiger Titulierung. Vgl. bes. Manteyer, Provence, S. 95 – 98, 106ff.; Mazel, Horizons, S. 469f. Falls in Reg. 2936 Hugo von Vienne genannt ist, wäre dieser schon 909 zum Markgrafen aufgestiegen. – Bei der von Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 1013, zu 911 März 6 eingeordneten Urkunde eines Kaisers Ludwig, bei dem jener an Ludwig den Blinden denkt, handelt es sich um Kaiser Ludwig II. von Italien (D Lu.II. 36), der 861 März 6 für ein Marienkloster unter Abt Salamann (St. Gallen? Pfäfers?) geurkundet hat; vgl. Böhmer-Zielinski I, Nr. 200.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2939, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/baffd921-1c3b-402f-a12d-7ba59aa5e61a
(Abgerufen am 21.01.2017).