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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Boso wird in der Kathedrale von Vienne beigesetzt.

Überlieferung/Literatur

Epitaph Bosos, Corpus XV, Nr. 24 S. 26 – 29, bes. S. 26: Regis in hoc tumulo requiescunt membra Bosonis; drei Urkunden Ludwigs des Blinden (D Prov. 47, 66 u. 68 = Regg. 2923, 2993 u. 2995), ed. Poupardin, bes. S. 88 Z. 13f.: pro levamine et memoria genitorum nostrorum, quorum corpora in eadem matre ecclesia fore noscuntur humata (D 47); S. 118 Z. 18f.: in eadem sancta matre ecclesia, ubi tumulata habentur patris vel matris meae ossa (D 66); S. 121 Z. 4f.: quorum corpora celeberrimo cultu in eadem matre ecclesia pernoscuntur humata (D 68).

Vgl. Chevalier, Regeste Dauphinois, Nr. 860.

Kommentar

Schon Poupardin, Provence, S. 139f., weist darauf hin, daß Boso möglicherweise nicht unmittelbar nach seinem Tod, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, sei es auf Verwenden seiner Gemahlin oder seines Sohnes Ludwig des Blinden, in Vienne sein Grab gefunden hat. – Eine Art Nachruf auf Boso, allerdings ohne Nennung des Grabes und des Todesjahrs, findet sich bei Regino v. Prüm a. 879, ed. Kurze, S. 114f.; vgl. schon Reg. 2809. – Daß Boso im Frieden mit der Kirche starb, betont sein Epitaph an anderer Stelle: Vivo pane refectus ... obiit Christi cum sanguine (Corpus XV, S. 27 [Z. 7]). Von seinem hohen Wuchs, von dem seine Gebeine anläßlich der Umbettung im 13. Jahrhundert zeugten, berichtet Chorier, Hist. de Dauphiné I2, S. 541. Charvet, Histoire Vienne, S. 234, 371, weiß davon nichts; vgl. De Terrebasse, Inscriptions, II/1, S. 130f.; Steyert, Nouvelle hist. de Lyon II, S. 171.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2828, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/b71cc906-5329-4f44-ab81-534473a27825
(Abgerufen am 19.09.2017).