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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Papst Stephan (V.) teilt Bischof Amelius von Uzès mit, daß er, wie von jenem gewünscht, dem Erzbischof Teutard (von Narbonne) sowie dem (dortigen) Grafen Richard nebst seinem Vizegrafen Alberich brieflich mitgeteilt hat (Depp.), daß er Bischof Girbert (von Nîmes) exkommunizieren werde, wenn er nicht von der Bedrückung der dem Apostolischen Stuhl gehörenden Abtei (Saint-Gilles) ablasse, die er Amelius zur Verwaltung anvertraue (tibi eam liceat seculariter retinere sub nostra defensione ad regendum et salvandum).

Empfänger:
Bischof Amelius von Uzès

Überlieferung/Literatur

Undatiertes Schreiben Stephans V. (J-L 3459), ed. Goiffon, Bullaire de St-Gilles, S. 18 Nr. 6.

Kommentar

Die chronologische Einordnung des Schreibens richtet sich nach der Amtszeit des Papstes. – Zum Streit um das Kloster Saint-Gilles bei Nîmes vgl. schon Reg. 2710 u. 2739A. Amelius war bereits als Archidiakon von Uzès (um 878) mit dem Kloster Saint-Gilles befaßt; vgl. die Bulle Johannes’ VIII. von 878 Juli 21 (J-E 3176), ed. Goiffon, Bullaire de St-Gilles, S. 5 – 10 Nr. 3. Wohl gleichzeitig mit der Abfassung des hier regestierten Schreibens hat sich Stephan V. auch an Girbert von Nîmes selbst gewandt und ihm mit der Exkommunikation gedroht (J-L 3460, ed. Goiffon, Bullaire de St-Gilles, S. 19 Nr. 7). Vgl. Boshof, Traditio, S. 32 – 35, 80f.; Winzer, S. Gilles, S. 41 – 46, bes. S. 46. – Zu Amelius vgl. noch Regg. 2896, 2920, 2925 u. 2947A.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2871A, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/aaf268c8-3288-420d-84ec-4981aa2bbd6f
(Abgerufen am 21.09.2017).