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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Karl (III.) entläßt die Kaiserin Angilberga auf Bitten des Papstes Johannes’ VIII. aus ihrer Haft und läßt sie durch Bischof Liutward von Vercelli nach Rom in die Obhut des Papstes bringen.

Empfänger:
Kaiserin Angilberga

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 882, ed. Grat, Annales Bertiani, S. 249.

Reg.: BM2, Nr. 1635a.

Vgl. Böhmer-Zielinski I, Nr. 697.

Kommentar

In der fortlaufenden Erzählung des Annalisten kam Angilberga nach dem Normannenzug Karls III. (Hochsommer 882, siehe BM2, Nr. 1638a1639c) und vor dem Wormser Hoftag (das folgende Reg.) aus ihrem alamannischen Exil frei; vgl. Reg. 2782; siehe auch Böhmer-Zielinski I, Nr. 621 u. 648. Obwohl Karl III. schon März/April 882 den Besitz der Kaiserin bestätigt hatte (D Ka.III. 56 = Böhmer-Zielinski I, Nr. 695), scheint endgültig erst der Fall von Vienne ihn zur Freilassung bewogen zu haben. Noch im März 882 hatte der Papst in zwei gleichlautenden Schreiben an die Gemahlin Karls III., Richgarda, und an Bischof Liutward von Vercelli sich zugunsten Angilbergas verwandt (Böhmer-Zielinski I, Nr. 693). – Vgl. Dümmler, Geschichte III2, S. 188; Poupardin, Provence, S. 131f.; Kehr, Vorbemerkung zu DD Ka.III. 22 u. 56; Bautier, Origines, S. 61; Hlawitschka, Lotharingien, S. 32.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2807, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/aa21c985-36b6-4ca8-bc77-c6b19f70ac43
(Abgerufen am 25.07.2017).