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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Karlmann (II. von Westfranken) bestätigt der (Kaiserin) Angilberga, der Witwe des verstorbenen Kaisers Ludwig (II. von Italien), auf Bitten von Hugo Abbas den gesamten (nicht namentlich genannten) Besitz mit allen Gerechtsamen, wie er ihr von ihrem Gemahl sowie von anderen Kaisern und Königen verliehen worden ist oder wie sie ihn auf sonstige rechtmäßige Weise erworben hat, darunter dem Recht der freien Verfügungsgewalt.

Empfänger:
(Kaiserin) Angilberga

Überlieferung/Literatur

D Kn. II.78.

Kommentar

Die Urkunde Karlmanns, die sich im Wortlaut an eine ältere Urkunde Karls III. anlehnt (D Ka.III. 22 = Böhmer-Zielinski I, Nr. 613, gleichfalls ohne Güterliste), ist von Bautier, Origines, S. 61f., als Beleg dafür interpretiert worden, daß Angilberga, deren Besitz zuletzt von Karl III. (mit umfangreicher Güterliste) bestätigt worden war (Reg. 2807 [Kommentar], vgl. Böhmer-Zielinski I, Nr. 695), auch über Eigentum in der Provence verfügt haben muß, wo Kaiser Ludwig II. nach dem Tod Karls von der Provence (Reg. 2548 formal geherrscht hatte (vgl. bes. Reg. 2555). Auch markiere sie „la pacification définitive“ der Provence (ebd.).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2814, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/aa133d85-6362-4362-8106-c0531b9dacbc
(Abgerufen am 24.07.2017).