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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,4

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Datierung einer Charta über einen Grundstückstausch im Gau von Viviers zwischen genannten Privatleuten und dem Bischof (von Uzès) und Abt von Goudargues Rostagnus nach König Ludwig (dem Blinden?, wohl eher Ludwig IV. der Überseeische). – Facta est ... regnante Ludoico rege.

Überlieferung/Literatur

Charta, ed. Gallia christiana novissima, III, Nr. 232 Sp. 93 – 94, zu 891 – 900 (dort auf Erzbischof Rostagnus von Arles bezogen).

Kommentar

Die von den Herausgebern der Gallia christiana in die Regierungszeit Ludwigs des Blinden datierte Charta gehört wegen der Nennung des Bischofs Rostagnus (von Uzès, bezeugt 945, vgl. Poupardin, Provence, S. 349f.) in die Regierungszeit des westfränkischen Königs Ludwig IV. des Überseeischen, als das Uzège bereits zum westfränkischen Reich gehörte; vgl. Reg. 3002. Dafür spricht auch, daß das Kloster Goudargues nordwestlich von Arles auf dem rechten Rhôneufer in der Diözese Uzès lag. Die Frage nach der politischen Zugehörigkeit von Bistum und Gau Viviers zur Zeit Ludwigs des Blinden läßt sich jedenfalls mit Hilfe dieser Charta kaum klären; vgl. Reg. 2879; Laffont, Vivarais, bes. S. 158 Anm. 14.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,4 n. 2908, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/a5984f3f-b46b-4182-81de-cf6f122b1343
(Abgerufen am 22.10.2017).