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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Ohne auf Widerstand zu stoßen, kann Otto in Pavia einziehen (potestative et absque ulla resistentia Papiam intravit), wo er sofort die von Berengar zerstörte Pfalz wieder aufbauen läßt (vgl. Reg. 2461), während sich Berengar und Willa mit ihren Söhnen auf ihre Burgen zurückziehen (munitionibus aut castellis includebantur), ohne eine offene Feldschlacht zu wagen (nusquam forinsecus contra regem quid audentes progrediebantur).

Überlieferung/Literatur

Cont. Regin. a. 961, ed. Kurze, S. 171. – Reg.: B-O 307e.

Kommentar

Zu den übrigen Quellen, die in allgemeinen Worten die Herrschaftsübernahme durch Otto d. Gr. und die Flucht Berengars und Adalberts melden, vgl. neben B-O 307e auch Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 327. Zu den ersten Maßnahmen, die Otto traf (vgl. Liutprand, De Ottone rege c. 2, ed. Becker, S. 160 [ed. Chiesa, S. 169f.]: bonus itaque rex dispersa congregans et fracta consolidans, quod cuique proprium fuit, restituit), wird die Wiedereinsetzung des Erzbischofs Walpert von Mailand gehört haben, die in den jüngeren Mailänder Quellen ein breites Echo gefunden hat; vgl. Landolf d. Ältere, Hist. Mediol. II, 16, edd. Bethmann/Wattenbach, S. 53 (ed. Cutolo, S. 48), dessen Schilderung einer angeblichen Krönung Ottos in Mailand (ed. Cutolo, a.a.O., Z. 20-25) indes ins Reich der Fabeln gehören wird; vgl. B-O 307e. Liutprand von Cremona selbst wird damals oder bald darauf Bischof von Cremona geworden sein (vgl. Reg. 2486; Pauler, Regnum Italiae, S. 148), Rather wurde wieder als Bischof von Verona anerkannt (vgl. Reg. 2462, Kommentar).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2464, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0961-10-00_3_0_1_3_3_1035_2464
(Abgerufen am 25.09.2017).