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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Otto wird nach seiner Ankunft in Italien von zahlreichen Grafen und Bischöfen mit allen Ehren empfangen (omnes pene Italiae comites et episcopos obvios habuit et ... ab eis honorifice susceptus: Cont. Reginonis), nachdem der Versuch König Adalberts, den Einmarsch Ottos mit einem großen Heer an den Klausen zu verhindern, gescheitert ist (Chron. Salern.).

Überlieferung/Literatur

Cont. Regin. a. 961, ed. Kurze, S. 171; Chron. Salern. c. 169, ed. Westerbergh, S. 171f. Vgl. Benedikt v. S. Andrea [c. 36], ed. Zucchetti, S. 175 bes. Z. 11f. – Reg.: B-O 307d (mit weiteren Quellen zur Ankunft Ottos in Italien).

Kommentar

Nach dem jüngeren und häufig sagenhaften Bericht des Chronicon Salernitanum hätte Adalbert mit einem riesigen Heer die Klausen (an der Etsch) besetzt (cum magno apparatu populusque nimis valde clusas venit), doch habe sich das Heer zerstreut, weil der in Pavia weilende Berengar unter dem Einfluß seiner Gemahlin Willa der Forderung der weltlichen Großen, zugunsten seines Sohnes abzudanken, nicht nachgekommen sei (mater namque dictis eius nullo modo assensum dedit). Da sich Adalbert im Sommer 961 tatsächlich im Raum Verona aufgehalten zu haben scheint (Reg. 2459), wird die Erzählung nicht völlig frei erfunden zu sein; vgl. auch Settia, Frontiere, S. 205; Gasparri, in: Lex.MA IX, Sp. 203 (s.v. Willa). – Vgl. Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 326f., sowie die übrige Reg. 2455 genannte Lit.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2463, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0961-10-00_2_0_1_3_3_1034_2463
(Abgerufen am 20.01.2017).