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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Bischof Giso von Aosta läßt die Zollrechte seiner Kirche gegen Übergriffe des Grafen der Stadt, Adalbert, Sohn des Königs Berengar (und Mitkönig), richterlich feststellen (Adalbertus comes istius civitatis, filius Berengarii regis, voluit ecclesiam nostram minorare de quadam parte telonarii quod pertinet ad portam S. Ursi, dicens quod telonarium, quod exibat de venditis equis, preignor magis pertinebat ad suum comitatum ... decrevi litteris notare ad memoriam succedentium omne telonarium, quod ad illam portam pertinet).

Überlieferung/Literatur

Undatierte Gerichtsurkunde Gisos von Aosta, ed. Gallia christiana XII, Instrumenta Sp. 485-486 Nr. II (zu ca. 960); zuvor ed. Besson, Mémoires2, Preuves Nr. 111 S. 473. Vgl. De Rivaz, in: Mon. hist. patr., Chart. II. Sp. 28f. Anm. 1.

Kommentar

Eine nähere zeitliche Einordnung ist nicht möglich. – Die Tätigkeit Adalberts in Aosta setzt voraus, daß Berengar seine Herrschaft zu einem unbekannten Zeitpunkt auf die hochburgundische Grafschaft Aosta ausgedehnt hat; vgl. Reg. 2345 (Kommentar). Daß mit Adalbert nicht der Sohn Berengars II. gemeint ist, sondern der gleichnamige Schwiegersohn Berengars I., Markgraf Adalbert von Ivrea (so die Herausgeber der Gallia christiana XII, Sp. 810; zum Markgrafen Adalbert vgl. zuletzt Reg. 1431), ist ganz unwahrscheinlich; vgl. Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 286f. m. Anm. 1. Es folgen mehrere undatierte bzw. nur sehr vage zu datierende Deperdita bzw. Aktivitäten Berengars (und Adalberts), die alphabetisch nach den Empfängern bzw. den Örtlichkeiten geordnet sind.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2476, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0961-00-00_6_0_1_3_3_1047_2476
(Abgerufen am 20.01.2017).