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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Adalbert läßt anläßlich eines Besuchs in Mailand die (spätantike) Kaiserpfalz für sich herrichten (palatium Maximiani, quod situm est infra moenia urbis, vel Traiani iuxta thermas Sancti Georgii locatum, velociter praeparari praecepit), muß dann aber doch außerhalb der Stadtmauern in der bei S. Ambrogio gelegenen Pfalz absteigen (ad palatium Ambrosianum haud longe ab ecclesia eiusdem hospitatus sedit), weil ihm nach alter Tradition (nullus rex a tempore beati Ambrosii ... urbem hanc introisset) der Einzug in die Stadt verweigert wird (Deo annuente et beato Ambrosio interpellante, ingressus sibi omnino prohibitus est).

Überlieferung/Literatur

Landolf d. Ältere, Hist. Mediol. II, 16, edd. Bethmann/Wattenbach, S. 53 (ed. Cutolo, S. 47 Z. 16-25).

Kommentar

Ob sich hinter dieser legendenhaften Episode ein historischer Kern verbirgt und wann der Besuch Adalberts in Mailand erfolgte, ist nicht zu klären. Urkundlich bezeugt sind Berengar II. und Adalbert dort nicht. Nur von Lothar d. Jüngeren ist eine in Mailand ausgestellte Urkunde überliefert (Reg. 2086). Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der im vorigen Regest berücksichtigten Nachricht des Galvaneus Flamma über die Verleihung des Mailänder Comitats an den Bruder des Adalbert, Konrad. Vgl. im übrigen zur Sache und zu den unterschiedlichen Lokalisierungsversuchen der spätantiken Kaiserpfalz Brühl, Herrschaftsausübung, bes. S. 59ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2482, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0961-00-00_12_0_1_3_3_1053_2482
(Abgerufen am 19.01.2017).