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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Alcherius aus Airuno (Prov. Como), Sohn des weiland Teutald, der mit seinen Söhnen Teutald und Ariprand zum Heeresdienst aufgeboten worden ist (vgl. das vorige Reg.), schenkt der Pieve von Brivio (ecclesia plebis s. Alexandri de Brivio [Brivio, Prov. Como]) und zwei genannten Kapellen zu seinem Seelenheil und für die Jahrfeier seines Gedächtnisses (ibi ante altarium in anniversario die obitus mei accendelum unum illuminatum fiat) genannten Besitz für den Unterhalt der in den Kirchen den Gottesdienst versehenden Priester (in usu et suntu de presbiteris, qui in dictis ecclesiis pro tempore fuerint et ibidem officiaverint). – Ermahnung an den Erzbischof (von Mailand) und (den zuständigen) Grafen, die Güter nicht zu entfremden, widrigenfalls Rückfall an die Erben des Donators. – Dreifache Ausfertigung – a. r. Be. et Ad. 10, Ind. 3. – Johannes notarius.

Überlieferung/Literatur

Charta (cartola offersionis) in dreifacher Ausfertigung, ed. CD Langob., Nr. 638 Sp. 1096-1098.

Kommentar

Die Datierung in den Mai 960 ist unstrittig. Daß die als exemplar überlieferte Charta in Airuno ausgestellt wurde, wo Alcherius wohnte (s. das vorige Reg.), kann man nur vermuten, da kein Ausstellort genannt wird. – Vgl. auch Dozio, in: CD Langob., Sp. 1096 Anm. 2; Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 314 Anm. 2. Allgemein zu den italienischen Pieven s. Zielinski, Kloster und ‚Stift‘, S. 127-130 (Lit.), speziell zu unserem Stück ebd., S. 129 Anm. 224.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2420, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0960-05-00_2_0_1_3_3_991_2420
(Abgerufen am 22.01.2017).