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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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König Adalbert greift auf päpstliches Gebiet über (aliquantum etiam de terminis s. Petri praedatoria vi sibi arripere praesumpsisset).

Überlieferung/Literatur

Translatio s. Epiphanii c. 1, ed. Pertz, MGH SS IV, S. 248 Z. 31-33. Vgl. Liutprand Legatio c. 5, ed. Becker, S. 178 (ed. Chiesa, S. 189f.); ders., De Ottone rege c. 4, ebd., S. 161 (S. 170f.). Siehe auch Reg. 2415 (Kommentar). – Vgl. B-O 289b.

Kommentar

Die päpstlichen Gesandten, die Otto d. Gr. wegen der Übergriffe Adalberts zum Eingreifen in Italien aufforderten und die im Herbst 960 ins Sächsische zogen (B-O 289b), sind zu Weihnachten 960 in Regensburg nachweisbar (Reg. 2433). Von Berengar wissen wir, daß er etwa Mitte 959 zusammen mit seinem zweiten Sohn Wido ins Spoletinische gezogen war (Reg. 2396). Auch Adalbert scheint gegen Ende desselben Jahres auf päpstliches Gebiet übergegriffen zu haben. Im Mai ist er im im südlichen Exarchat bezeugt (Reg. 2418). – Vgl. Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 316f.;  Fasoli, I re d'Italia, S. 194; Mor, L'età feudale I, S. 182; Delogu, Berengario II, S. 34; Brühl, Deutschland2, S. 538. – Etwa damals könnte Adalbert auch sein beleidigendes Schreiben an die byzantinischen Kaiser Konstantinos VII. Porphyrogennetos und Romanos II. geschickt haben, von dem Liutprand, Legatio c. 5, a.a.O., im selben Kontext zu berichten weiß; vgl. Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 316.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2406, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0959-00-00_3_0_1_3_3_977_2406
(Abgerufen am 18.01.2017).