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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Liudolf kann in Pavia einziehen (Papiam intravit: Ann. Einsidl.), nachdem Berengar und sein Sohn (Adalbert) geflohen sind (in brevi expulso Berengario: Cont. Regin.; fugato Peringario et filio eius: Ann. Einsidl.).

Überlieferung/Literatur

Ann. Einsidl. a. 956, ed. Pertz, MGH SS III, S. 142 (danach Herim. Aug. Chron. a. 956, ed. Pertz, MGH SS V, S. 115); Cont. Regin. a. 956, ed. Kurze, S. 169. Vgl. Flodoard, Annales a. 957, ed. Lauer, S. 144. ­– Vgl. B-O 254c.

Kommentar

In Chartae aus Mailand und Bergamo wird erst im Juni bzw. August 957 wieder nach Otto d. Gr. datiert (Regg. 2357 u. 2359), nur in Asti anscheinend schon im April (Reg. 2353), in Bergamo im gleichen Monat aber noch nicht (Reg. 2352). Angesichts dieses Urkundenbefundes ist es fraglich, ob Liudolf tatsächlich schon Ende 956 Pavia besetzt hat; vgl. auch das folgende Reg. – Vgl. Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 287f.; Delogu, Berengario II, S. 33; Wolf, Frage, S. 228-235. – Die sagenhafte Nachricht aus dem Umfeld der Vita Mathildis des Donizo (sogen. Epitome Estense), wonach Liudolf in Parma auch zum König gekrönt worden sein soll (ed. Bethmann, SS XII, S. 359 Anm. 29; vgl. Mor, L'età feudale I, S. 209 Anm. 84), findet nirgendwo eine Bestätigung; vgl. Reg. 2358.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2347, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0956-00-00_1_0_1_3_3_917_2347
(Abgerufen am 24.10.2017).