Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

Sie sehen den Datensatz 786 von insgesamt 1062.

Otto nimmt zu seinem und seiner Parentes Seelenheil (pro remedio animę nostrę vel parentum nostrorum) die Kanonie der (Bischofs-) Kirche von Parma (canonicam Parmensis aecclesiae s. Dei genitricis Marię) mit all ihren gegenwärtigen und künftigen Besitzungen, wie sie ihr unter anderem durch die Präzepte seiner Vorgänger geschenkt worden sind, darunter die Villen Sablone (Sabbione, Com. Reggio nell'Emilia) (vgl. Reg. 1972), Marsallia (Marzaglia, Com. Modena) (vgl. Reg. 1972), Ponponiano (Pompeano, Com. Serramazzoni, Prov. Modena) und Coriatico, in seinen Schutz (sub nostrę tuicionis alam suscipientes munitissimo mundeburdo nostro et defensioni subiunximus), und verleiht ihr das Recht, im Streitfall das Königsgericht anzurufen (si ab ea canonica aliquid legalis iusticię exigatur, in nostra presentia precipimus omnimodis [definiri]). – Pön 50 Pfund Gold. – Wigfridus canc. ad vicem Brunonis archicanc. – M. – a. inc. 952, a. r. in It. 1, in Fr. 16, Ind. 10.  – "Notum sit".

Überlieferung/Literatur

Kopien: Parma, Arch. Capitolare, perg. sec. X, n. XLVIII, imit. Kopie 11. Jh. (B); ebd., Arca A inf., "Transumptum omnium documentorum" von 1750, t. II, pp. 137-138 n. 48; ebd., Arca A, caps. 2, fasc. 2, n. 48, zwei Kopien 17./18. Jh.; Parma, Bibl. Reale Palatina, Cod. Parm. 426: Paolo Luigi Gozzi, Misc. storica t. I (a. 311-1199), 18. Jh., fol. 83r-v; ebd., Cod. Parm. 426, beigelegter Fasc. "Diplomata varia" des P. L. Gozzi, vormals in Cod. 479, ohne Paginierung. – Drucke: Affò, Storia di Parma I, Nr. 64 S. 350; D O.I.142; Drei, Le carte parmensi I2, S. 182-183 Nr. 58. – Regg.: B 182; Stumpf 204; B-O 204.

Kommentar

Die Datierungsangaben weisen einheitlich auf Februar 952. – D 142 wurde wie das voraufgehende D 141 (das vorige Reg.) von jenem anonymen Notar, auf dessen Konto nahezu alle während des 1. Italienzugs Ottos ausgestellten Urkunden gingen, nicht nur verfaßt, sondern, wie die Nachzeichnung des Eingangschrismon in B zeigt, auch geschrieben. Zur Art der Überlieferung B vgl. Huschner, Imitative Kopien, S. 58; Ders., Kommunikation, S. 47. Die jüngeren Kopien müssen teilweise zur Ergänzung der in B nicht mehr lesbaren Passagen herangezogen werden. – Im Unterschied zum nachfolgenden Präzept für die Kanoniker von Padua werden keine Petenten oder auch nur Intervenienten genannt. Zuletzt hatte Lothar d. Jüngere, auf Intervention des Bischofs von Parma, Adeodatus (Deodatus), der in der Urkunde Ottos gar nicht genannt wird, für die Kirche und die Kanoniker von Parma geurkundet (D 9 = Reg. 2101, in ähnlicher Überlieferung), allerdings ohne Erwähnung der von Otto bestätigten Besitzungen; vgl. auch Reg. 1732. Allgemein zur Bischofskirche von Parma unter Bischof Adeodatus (944/48-953) vgl. Pauler, Regnum Italiae, S. 101f.; s. auch Reg. 1383. Zu den Örtlichkeiten s. schon D Hugo/Lothar 75 (Reg. 1972, mit der Lit.); Reg. 1503. – Vgl. noch Ficker, Forschungen I, bes. S. 283.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2218, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0952-02-06_2_0_1_3_3_786_2218
(Abgerufen am 22.01.2017).