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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Otto, der bei der Rückkehr aus Italien die Verwüstungen des Churer Kirchenlandes durch die Sarazenen mit eigenen Augen gesehen hat (loca ad eandem aecclesiam pertinentia ab Italia redeundo invasione Sarazenorum destructa ipsi experimento didicimus), verpflichtet sich durch ein Gelübde, die Armut der Churer Kirche zu lindern (ipsiusque aecclesiae paupertati conpaciendo votumque in ipsa peractum solvendo).

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in D O.I.175 (Dornburg, 955 Dez. 28), bes. S. 257 Z. 14-18. – Reg.: B-O 207a.

Kommentar

Daß Otto von Como (das vorige Reg.) über einen der Bündener Pässe nach Chur und dann weiter nach Zürich gezogen ist (D O.I.146 vom 1. März), ist sicher, doch muß er nicht notwendigerweise die Straße über den Septimer genommen haben, wie dies Köpke/Dümmler, Otto d. Gr., S. 202 (vgl. auch Rieckenberg, Königsstraße, S. 66 [S. 35]), annehmen; vgl. Berger, Septimer-Straße, S. 113-115 in Anm.; Schrod, Reichsstrassen, S. 13 (Lit.). – Zumindest mißverständlich ist die Angabe Ottenthals, wonach Otto in Chur ein Gelübde "auf Rückkehr aus [sic!] Italien" abgelegt habe (B-O 207a). Das Gelübde in der Churer Kirche bezieht sich nur auf die Linderung der Not der Churer Kirche, deren Besitzungen damals unter den die Alpenpässe beherrschenden Sarazenen (vgl. zuletzt Reg. 2210) zu leiden hatten. – Vgl. Köpke/Dümmler, a.a.O.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2223, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0952-02-00_2_0_1_3_3_791_2223
(Abgerufen am 25.01.2017).