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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Otto rex Francorum et Hitalicorum bestätigt der Abtei St-Vanne in Verdun (abbatiam s. Vitoni ..., cuius monasterium in honore s. Petri apostolorum principis constat stabilitum ...) auf Bitten des Bischofs Berengar von Verdun und mit Rat (consultu) des Herzogs Konrad von Lothringen (Cohonradi Lotharii quondam regni ducis magnifici), des Erzbischofs Rodbert von Trier sowie der Bischöfe Adalbero von Metz und Godlin (Gauzlin) von Toul die dem Kloster von Bischof Berengar aus dem Besitz seiner Kirche zugewiesenen (res Virdunice sedi subiectas ad abbatiam s. Vitoni pertinentes) und anläßlich der (kürzlich erfolgten) Einführung der Benediktsregel (sub ... norma s. Benedicti abbatis ... Deo militaturi valerent et res infrascriptas ... communiter possiderent) vermehrten Besitzungen, die im einzelnen namentlich aufgeführt sind. – Wigfridus canc. ad vicem Brunonis archicanc. – M. SR. SI 1 D. – a. inc. 952, a. r. in Fr. 16, in It. 1, Ind. 10. – "Si petitionibus".

Überlieferung/Literatur

Kopie: Paris, Bibl. Nationale, Collect. Moreau, VIII, 1784, fol. 48 (mit kleinformatiger Nachzeichnung des Or.) (E). – Drucke: Wassebourg, Antiquitez de la Gaule Belgique I, fol. 188r (Auszüge); Calmet, Hist. de Lorraine, 1. Aufl., Ic (= Anhang: Preuves), Sp. 361-362, aus dem Or. = 2. Aufl., IIc (= Anhang: Preuves), Sp. 203-205 = Bouquet, Recueil IX, S. 383-384 Nr. 5; D O.I.140. – Regg.: B 180; Bréquigny, Table chron. I, S. 421; Stumpf 202; Goerz, Mittelrhein. Regesten I, Nr. 949; B-O 202.

Kommentar

Die Datierungsangaben führen einheitlich auf 952 Januar. Zum Titel Ottos vgl. Weisert, Rex Langobardorum, S. 130 (ergänzend Ders., Frage); Wolf, Frage, S. 199; Huschner, Kommunikation, S. 205, 297. Zu den in der Rekognition genannten Personen s. jetzt bes. Huschner, Kommunikation, S. 236, 436, 514. Vgl. schon Reg. 2200. – Wie die Nachzeichnung in E zeigt, war das Original von jenem Notar südalpiner Herkunft geschrieben, den die ältere Forschung für den Kanzler Wigfrid gehalten hat; vgl. Reg. 2197. Für die Abfassung hat er sich der bei Hugo von Flavigny (MGH SS VIII, S. 362-364) überlieferten Urkunde des Bischofs Berengar für die Mönche von St-Vanne bedient, die ihm wohl in einem Entwurf vorlag und aus der (vgl. den Petitdruck in der Ed. Sickel) sogar die versehentlich übernommene direkte Rede des Bischofs stammt (s. bes. S. 221 Z. 11f.: dedimus ... fundamentum de rebus nostre ecclesie). Angesichts dieser Sachlage bleibt es ganz unsicher, ob die genannten lothringischen Großen damals tatsächlich alle in Pavia anwesend waren; vgl. Ficker, Beiträge I, S. 152; II, S. 485. Mit Sicherheit wissen wir dies nur von Herzog Konrad (d. Roten); vgl. Reg. 2191. Auch Erzbischof Rodbert von Trier scheint den König zumindest zeitweilig in Oberitalien aufgesucht zu haben; vgl. B-O 202; Reg. 2191. – Zur Einführung der Benediktsregel in St-Vanne vgl. Hirschmann, Verdun I, S. 125-130.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2214, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0952-01-21_1_0_1_3_3_782_2214
(Abgerufen am 21.10.2017).