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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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(Markgraf) Berengar (II.) schickt Liutprand (von Cremona) als Gesandten zu Kaiser Konstantinos (VII. Porphyrogennetos) nach Konstantinopel, der, von seinem Stiefvater mit Reisemitteln und Geschenken ausgestattet, am 1. August von Pavia aus aufbricht und, mit dem Schiff den Po abwärts fahrend, drei Tage später Venedig erreicht, wo er auf den aus Spanien und Sachsen (vom ottonischen Hof) zurückkehrenden (ab Hispania et Saxonia reversum ) byzantinischen Gesandten, den Kämmerer Salomon (Grecorum nuntium, kitonitan, eunuchum ), und auf einen mit der Legation nach Byzanz beauftragten nuntius Ottos (d. Gr.), den reichen Mainzer Kaufmann Liutfrid, trifft.

Überlieferung/Literatur

(Liutprand, Antapodosis VI, 3-4, ed. Becker , S. 153 (ed. Chiesa , S. 146). Vgl. B-O 174a.)

Kommentar

Vgl. die Reg. 2120 angeführte Lit., dort auch zur Datierung ins Jahr 949. Zu Liutprands Stiefvater s. schon Reg. 1892. -- Die drei Gesandten reisten am 25. August in Venedig ab und gelangten am 17. September in Konstantinopel an (Liutprand, a.a.O.). -- Zu Hintergründen und Motiven der Gesandtschaft Ottos d. Gr., bei der es möglicherweise um ein Heiratsprojekt ging (Hadwig von Bayern, die Tochter Herzogs Heinrich von Bayern, des Bruders Ottos d. Gr., sollte vielleicht schon damals mit Romanos II. verlobt werden), vgl. Hiestand , Byzanz, S. 208 m. Anm. 75; Wolf , Verlobungspläne, S. 20f. Vgl. noch Ohnsorge , Otto I. u. Byzanz, S. 215-218; Nerlich , Gesandtschaften, S. 55; Kresten , Staatsempfänge, S. 36 in Anm.; Huschner , Kommunikation, S. 556 Anm. 718.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2128, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0949-08-01_1_0_1_3_3_696_2128
(Abgerufen am 17.01.2017).