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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Revolte gegen Lothar (und Berengar II.)?

Überlieferung/Literatur

(Zu erschließen aus der Narratio von D 16 (vgl. das folgende Reg.).)

Kommentar

Mor , Note minime, S. 159-162, nimmt an, daß der häufig behandelte Brief des Bischofs Atto von Vercelli an Bischof Waldo von Como (vgl. Reg. 2432) gleichfalls in den Zusammenhang der damaligen Kämpfe in oder vor Como gehört. Indes sind seine Argumente nicht wirklich zwingend; vgl. Wemple , Atto, S. 18f. Überhaupt sind Anlaß und Umfang der Revolte nicht näher zu klären. Daß auch der Bruch zwischen Liutprand von Cremona und Berengar II., über dessen Ursache uns der Chronist im Unklaren läßt, damit zusammenhängt, ist eine weitere nicht näher zu belegende Hypothese Mor s. Sicher ist nur, daß Liutprand zu einem unbekannten Zeitpunkt nach seiner Rückkehr von Konstantinopel (vgl. Reg. 2128) an den Hof Ottos d. Gr. geflohen ist. Ob dies schon im Vorfeld oder während des 1. Italienzugs Ottos (Reg. 2191) geschah, ist unklar; vgl. Reg. 2238. Mit Sicherheit hielt sich Liutprand Anfang 956 nördlich der Alpen auf (Reg. 2327, Kommentar). Bald darauf begann er auch mit seiner Tätigkeit als Diplomnotar Ottos d. Gr.; vgl. Huschner , Kommunikation, bes. S. 555ff., 584, 617 m. Anm. 1031. -- Waldo von Como, für dessen Kirche Lothar noch im selben Jahr geurkundet hat (Reg. 2147), gehörte später zu den entschiedenen Gegnern Berengars II. (vgl. Reg. 2405). Das Schreiben Attos von Vercelli an ihn ist wahrscheinlich um 960 zu datieren; vgl. Reg. 2432. -- Vgl. noch v. Ottenthal , Memoirenhafte, S. 357; Segré , Note Berengariane, S. 448-451; Mor , L'età feudale I, S. 169; Delogu , Berengario II, S. 30; Sutherland , Liudprand, S. 9f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 2144, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0949-04-00_1_0_1_3_3_712_2144
(Abgerufen am 22.10.2017).