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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Otto (d. Gr.) fällt gegen Lothar in Italien ein (cum Otho anniteretur Italiam ingredi adversante Lothario ), wobei es zu blutigen Kämpfen kommt (magnae caedes utrinque commissae sunt ), so daß Papst Marinus (II.) die beiden Könige zum Frieden mahnt (adhortante eos Martino pontifice, ut ab armis discederent ).

Überlieferung/Literatur

(Platina, Liber de vita 131, ed. Gaida , S. 167. -- Reg.: B-Z2 †183.)

Kommentar

Die chronologische Einordnung berücksichtigt neben den Amtsdaten des Papstes auch die zeitweilige Alleinherrschaft Lothars d. Jüngeren seit April 945 (Reg. 2000). Daß es in dieser Zeitspanne zu einem Italienzug Ottos d. Gr. gekommen sein sollte, ist auszuschließen. Die Quelle für die unglaubwürdige Nachricht Platinas ist nicht bekannt. Vielleicht liegt eine Verwechslung mit der Rückkehr Berengars II. 945 nach Italien vor (in dessen Verlauf es allerdings nicht zu Kämpfen gekommen ist); vgl. Regg. 1986ff. Möglicherweise hat auch die irrtümliche Nachricht der Annales Farfenses zum Jahre 942 über einen Italienzug Ottos d. Gr. (Reg. 1903) hier ihren Niederschlag gefunden.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. †2029, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0945-04-00_1_0_1_3_3_597_2029
(Abgerufen am 23.03.2017).