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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Eine byzantinische Gesandtschaft unter Führung des Protospatharios und Strategos Paschalios sucht Hugo auf, um dessen (uneheliche) Tochter (Berta) als Braut für den jungen Sohn des Konstantinos (VII.) Porphyrogennetos, Romanos (II.) (Romano parvulo Constantini Porphyrogeniti filio ), nach Konstantinopel zu geleiten.

Überlieferung/Literatur

(Dölger/Müller , Regesten, Nr. 642 (mit den zahlreichen griechischen Quellen).)

Kommentar

Die Datierung ergibt sich aus Reg. 1981; vgl. Kresten/Müller , Samtherrschaft, S. 74f. -- Berta war die Tochter Hugos aus seiner Verbindung mit Pezola, die von Liutprand, Antapodosis V, 20, ed. Becker , S. 141 (ed. Chiesa , S. 134f.), ohne Beschönigung meretrix genannt wird; vgl. Reg. 1841. Zu den dem Ehebündnis voraufgegangenen jahrelangen Verhandlungen s. schon Regg. 1849, 1861 u. 1892. Wie Liutprand, Legatio 7, ed. Becker , S. 179 (ed. Chiesa , S. 190), nahelegt, war es erst zur Einigung gekommen, als Hugo auf das von Byzanz beanspruchte langobardische Süditalien verzichtet hatte, was ihm durch eine ansehnliche Entschädigungszahlung schmackhaft gemacht worden war (immensa data pecunia Romanos imperator nostri regis Hugonis amicitiam emeret ). Möglicherweise war der Reise des Paschalios eine Gesandtschaft Hugos nach Konstantinopel vorausgegangen, die die Bereitschaft zur Überstellung der Braut erklärt hatte; vgl. Kresten/Müller , Samtherrschaft, S. 75 Anm. 271. -- Unter der zahlreichen Lit. (s. Dölger/Müller , a.a.O.) vgl. bes. Hiestand , Byzanz, S. 185.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1976, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0944-00-00_1_0_1_3_3_543_1976
(Abgerufen am 23.01.2017).