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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,3

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Hugo und Lothar schenken (concedimus et largimur ) dem Andreas, Diakon der (Bischofs-) Kirche von Brescia (Andream s. Brixiane ecclesie diaconum ), auf dessen Bitte für das Seelenheil ihrer Parentes (pro remedio animarum nostrorum parentum ) aus Königsgut (de nostro publico iure et dominio ) zwei zum Comitat von Brescia gehörende Ländereien am Monte Beo (Bione, Prov. Brescia) in der Größe von vier Joch (iugia ) bzw. 20 tabulae zu freiem Eigen (iure proprietario ). -- Introitusverbot. -- Gebetswunsch (ipse diaconus intercessor sit pro eis a Domino ). -- Pön 30 Pfund Gold. -- Teudulfus diac. et regius cap. ad vicem Bosonis episcopi et archicanc. regio iussu. -- M. M. SR. -- a. inc. 943, a. r. Hu. 17, Lo. 13, Ind. 3. -- "Regni nostri".

Überlieferung/Literatur

(Kopie in Originalform: Brescia, Arch. Stor. Civico presso l'Arch. di Stato, Codice Diplomatico (vormals Bibl. Queriniana, Codice diplom. Bresciano sec. X, n. 98 [perg. Querin. n. LIII]), Kopie 10./11. Jh. (B). Zu jüngeren Kopien und Erwähnungen vgl. Schiaparelli , I Diplomi di Ugo e di Lotario, S. 209. -- Abb.: Arnaldi , Da Berengario agli Ottoni, S. 514. -- Drucke: Odorici , Storie Bresciane IV, CD Bresciano, Nr. 19 S. 80-81; CD Langob., Nr. 572 Sp. 976-977; Schiaparelli , I Diplomi di Ugo e di Lotario, Nr. 70 S. 209-210. -- Vgl. Darmstädter , Reichsgut, S. 124.)

Kommentar

Die Indiktion ist um zwei Einheiten zu hoch berechnet. -- Zum rekognoszierenden Kapellan Teudulf (Teodulf), der erstmals in D 61 (Reg. 1918) vom Vorjahr zweifelsfrei bezeugt ist, vgl. zuletzt Reg. 1943 (Kommentar). -- Die Form des SR und einzelne Buchstabenformen in B erinnern an den Schreiber des D 37 (Reg. 1713); vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 69. Das Pergament weist wie im Falle des D 69 (das vorige Reg.) einen Einschnitt für das Siegel auf, das, falls überhaupt jemals angebracht, indes keinerlei Spuren hinterlassen hat. Allgemein zu solchen das Original imitierenden Kopien vgl. auch Regg. 1897 u. 1923. -- Das knappe Formular gibt zu keinen Bedenken Anlaß. Allerdings ist die Corroboratio in einzelnen Wendungen nur verderbt überliefert; vgl. Schiaparelli , Ricerche V, S. 125f. -- Für Empfänger in Brescia haben Hugo und Lothar sonst nicht geurkundet. Vgl. zuletzt Reg. 1287.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,3 n. 1951, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0943-07-14_1_0_1_3_3_518_1951
(Abgerufen am 06.12.2016).